Waldbaden im Westerwald -                                  "Spüre die Magie Deiner Sinne"

 

 

 

 

mit Kirsten Wolff - Kursleiterin Waldbaden und Achtsamkeit im Wald

(alle Qualifikationen)

 

 

"Relaxen zwischen Bäumen"

 

Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit, und diese ist grün!“

 

 Hildegard von Bingen, 1098 bis 1179

 

 

 

 

 

 

Was versteht man unter Waldbaden oder Shinrin Yoku?

 

Shinrin Yoku kommt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt ins Deutsche „Baden in der Waldluft“. Seit Jahrhunderten schon weiß man, dass den Menschen der Aufenthalt in der Natur gut tut.

 

Unter Waldbaden versteht man das achtsame, bewusste und / oder absichtslose Verweilen oder Schlendern im Wald unter Öffnung aller Sinne, mit dem Zweck, sich zu erholen und die Gesundheit zu stärken.

 

Bereits im Jahr 1970 wurde der Akasawa Wald in Japan als natürlicher Erholungswald ausgewiesen.

Seit 1982 finden hier Waldveranstaltungen statt.

 

Das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, untersucht seit 2004 die therapeutische Wirkung von Wäldern auf den Menschen und seine Gesundheit.

 

 

"Wer Bäume setzt obwohl er weiß, dass er nie ihrem Schatten sitzen wird hat zumindest angefangen den Sinn des Lebens zu begreifen."

 

 Rabindranath Tagore

 

 

Was bewirkt Waldbaden?

 

 

 

Einer der wichtigsten Waldbaden Forscher ist der Japaner Dr. Qing Li. Er ist Professor an der Nippon Medical School in Tokio. Des weiteren ist er Präsident der Gesellschaft für Waldmedizin, die 2007 in Japan gegründet wurde

(http://forest-medicine.com/epage01.html).

 

 

Durch zahlreiche Studien belegte er die Wirkung des Waldes auf das Immunsystem, die Psyche und das Stressempfinden. Er fand heraus, dass bei regelmäßiger Durchführung von Waldbädern Stoffwechselstörungen, Autoimmunerkrankungen, Herz- und Kreislaufbeschwerden positiv beeinflusst werden. Kranke Menschen benötigen unter Umständen weniger Schmerzmittel, ebenso können Depressionen gelindert werden. Wer häufiger ins Grüne blickt, leidet seltener an Kopfschmerzen. Außerdem kann die Aufnahmekapazität des Hirns vergrößert werden, Schlafstörungen vermindert werden, Atemprobleme und Lungenkrankheiten können gelindert werden. Ferner wird die Produktion des Herzschutz-Hormons DHEA gesteigert. Selbst der Blutzuckerspiegel kann laut Professor Yoshinori Ohtsuka von der Univerität in Hokkaido bei Diabetikern gesenkt werden.

 

 

Wie aus Studien hervorgeht kann bereits ein Tag im Wald die Bildung von natürlichen Killerzellen um bis zu 40% steigern, wobei der Effekt bis zu zwei Wochen anhalten kann, bei zwei Tagen sind es schon bis zu 50% mehr Killerzellen. Dieser Effekt hält dann sogar bist zu einem Monat an.

 

Untersuchungen britischer Forscher zufolge setzt bereits nach fünf Minuten im Wald ein Entspannungseffekt ein.

 

 

 

 

 

Wenn deine Seele krank ist,

 dann verbirg dich wie ein verwundetes Tier in den Wäldern,

 sie werden dich heilen.

 Die dunklen Bäume sind stumme

 Freunde. Sie nehmen dich

 schweigend auf und sind dir gut.“

 

 Siegfried von Vegesack

 

 Warum ist der Wald so wertvoll?

 

Der Wald speichert Kohlendioxid, produziert Sauerstoff und stellt Früchte, Pilze und Honig zur Verfügung. In ihm werden Pollen verbreitet und er hat eine therapeutische Wirkung. Verantwortlich für die positiven Effekte des Waldbadens sind in erster Linie die so genannten Terpene. Auf diese Terpene reagiert das Immunsystem umgehend, indem es die Abwehrkräfte stärkt. Einige davon kann man gut riechen, da sie Bestandteil der wunderbaren Waldluft sind.

 

Im Wald ist der Geräuschpegel wesentlich geringer, viele fühlen sich geborgen zwischen den Bäumen und lieben einfach das Gesamtpaket Wald.

 

Einen wunderschönen Begriff haben die Japaner für „Sonnenlicht, das durch die Blätter eines Baumes fällt“ - „Komorebi“.